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Es gibt Neuigkeiten aus Haiti – was dort passiert ist, lest ihr in Doris Mail:

„Liebe Freunde,

jetzt ist schon wieder eine Woche vergangen, seit wir uns auf den Rückweg von der dominikanischen Republik gemacht hatten. Fasching waren ja wieder Unruhen angesagt, aber, Gott sei Dank, nichts passierte. Dann wurde der 7. März als neuer Termin zur Rebellion angekündigt, aber es blieb ruhig. Wir sind dankbar dafür, denn die Unsicherheit zehrt an unserem Gemüte.Ansonsten ist vieles wieder eher normal. Benzin und Diesel gibt es immer noch nur sporadisch. Der Wert des Gourdes wurde wieder etwas angehoben. Lebensmittel sind immer noch sehr erhöht, obwohl angekündigt wurde, daß es Senkungen gibt.

Bei SEED hatten wir einen Teil der Ernte während der Unruhen verloren, weil wir ja nicht verkaufen konnten. Jetzt werden grade neue Pflanzen angezogen. Frantz und sein Team hatten gestern den letzten Besuch bei unsern Praktikanten gemacht. Sie waren total ermutigt, weil die Unruhen nicht auf dem Land waren. Nur der Regen fiel in vielen Gegenden nicht.

Danke, danke, danke für Eure Gebete. Bitte betet weiter für SEED, unser Land, denn noch gibt es keine echte Lösung der Konflikte. Seid nun dem Herrn befohlen. Bitte grüßt Eure Gruppen und Gemeinden von uns. Wir wünschen Euch ein gesegnetes Wochenende,

Doris für SEED und Familie“

Aus Haiti erreichten uns letzte Woche keine guten Nachrichten. Die Proteste nehmen zu und es wird schwieriger. Hier der Wortlaut von Doris Clotaire:

„Liebe Freunde,

Ein kurzer Gruß aus dem total geblockten Haiti. Seit über einer Woche läuft hier nichts mehr: Supermärkte sind zu, alle öffentlichen Institutionen, Schulen, usw. funktionieren nicht. Auch die Märkte dürfen nicht verkaufen. Gestern vormittag war kurze Pause und heute scheint es wieder etwas ruhiger zu sein. Das Ende ist aber noch nicht abzusehen, weil die Leute den Sturz des Präsidenten und seiner gesamten Regierung fordern.

Uns geht es ganz gut. Wir haben genug zu Essen, denn wir können Lebensmittel von der SEED-Cafeteria kaufen. Ansonsten erledigen wir Aufgaben, die nach außen hin nicht so sichtbar sind. Leider vergammelt sehr viel Gemüse, weil wir ja auch nichts verkaufen dürfen. Gestern konnten wir nochmal Käse mit unserer Kuhmilch machen. Das hilft dann auch. Haben Tomatenmarmelade und Tomatensoße gemacht, aber soviel Zeit und Zutaten haben wir gar nicht, unsere Produkte zu verwerten.

Bitte, betet, daß die Situation sich doch bald beruhigt. Leider wird es nach den Streiks noch schwieriger werden, denn viele Verkäufer haben ihre Sachen verloren.

Betet auch um Bewahrung für uns und unsere Mitarbeiter und Schüler. Wir wissen nicht, wie es weitergehen wird, aber eines ist gewiß: Unser Herr hat den Überblick und wir vertrauen ihm.

So, jetzt wünschen wir euch Gottes Segen,

Doris mit Frantz und Manuel“