Letztes Jahr nach Weihnachten, bin ich mit meiner Familie zu unserer Verwandtschaft nach Norddeutschland gefahren. Wir haben uns für die Reise mit dem Zug entschieden, damit wir eine entspannte Fahrt haben. Im ICE ist mir dann in dem Magazin der Deutschen Bahn „DB mobil“ ein Artikel ins Auge gefallen, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Der Text von Vera Stegner hieß „Schöner, Reicher, Glücklicher“ und beginnt mit den Worten:
„Früher wandte man sich mit seinen Problemen an Gott, Freunde oder den Weinvorrat. Heute geht man zu einem Coach. Den gibt’s für alle Lebenslagen und Probleme.“
Sie schreibt dann weiter darüber, wie schwer das Leben ist und dass man in dem heutigen Leben immer schneller und effektiver sein muss. Und weiter berichtet sie, wie viele Coaches es mittlerweile in Deutschland gibt und wie die Angebote auch angenommen werden.
Ich hab ein bisschen geschmunzelt, wo ich das gelesen habe. Man kann daran doch wieder gut sehen, dass wir Menschen auf der Suche nach jemanden sind, der uns hilft, weil wir eben nicht alles können und nicht perfekt sind. Trotzdem hab ich mir dann auch die Frage gestellt: Warum wenden wir uns denn heute nicht mehr so an Gott, sondern versuchen unser Glück bei einem Coach zu finden?
Die Autorin des Artikels zählt dann viele Coaches auf (Coach für Mütter, für Mut, für Liebeskummer, für Humor, …) und gibt kurz Einblicke in ihre Arbeitsbereiche. Ich musste danach nochmal schmunzeln, weil mir einfiel, dass ich so einen „Coach“ für mein Leben schon gefunden habe. Seine Kurse kosten gar nichts, außer ein bisschen Zeit. Seine Kurse sind auch nie überbelegt, sodass man nicht mehr teilnehmen kann. Und Sprechstunde hat er nicht nur zu bestimmten Zeiten, sondern man kann jederzeit mit ihm reden. Mein Coach ist Gott.
Und dieser Coach hat so viele Vorteile. Er hat nicht nur einen Teilbereich, wie z.B. Coach für Mut oder so. Nein, er kennt sich in jedem Bereich unserem Leben aus. Bei ihm muss ich mich auch nicht vorstellen, weil er mich schon kennt. Und er musste das „coachen“ über das Leben nicht erst lernen oder studieren, damit er Tipps weitergeben kann. Er hat das Leben erfunden und erschaffen. Wer könnte also ein besserer Coach für unsere Probleme im Alltag sein?
Seine Tipps bekommen wir durch die Gespräche mit ihm, wie z.B. durch Gebet, Lobpreis, Bibellese, Stille Zeit,… Wenn ich Mut brauche, lese ich den Psalm 27, 1-14, den David geschrieben hat. Er geht los mit: „Der Herr ist mein Licht, er rettet mich. Vor wem sollte ich mich noch fürchten? Bei ihm bin ich geborgen wie in einer Burg. Vor wem sollte ich noch zittern und zagen?“
Und so findet man immer was in der Bibel, das ganz persönlich ins eigene Leben hinein spricht. Durch meinem Lebenscoach Gott, dem Vater. Und das wünsche ich dir auch, dass du auch immer wieder Sprechstunden hast mit Gott und er dir hilft, egal in welcher Situation du gerade bist.

Pirmin, cjb Uffenheim