Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfen – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben! Tobias 4,8

Es erstes fiel mir Erntedank ein, wo im Gottesdienstraum der Alltag mit Obst und Gemüse geschmückt wir. Wir danken Gott für alle Früchte, die er im vergangenen Jahr wieder hat wachsen lassen. Die uns so gut tun und uns am Leben erhalten.

Jedes Mal ist es die Vielfalt, die mich echt begeistert. Dadurch werde ich erinnert wie großzügig, phantasievoll, kreativ und wohlwollend Gott ist – und mir gerne schenkt. Wie oft darf ich aus dem Vollen schöpfen. Ja, als erstes kommt das Nehmen. Ich bin echt privilegiert. Ich hab viel mehr, als ich für das alltägliche Leben brauche. Und es geht weit über die Nahrungsmittel hinaus. Da sind Zeit, Gefühle, Wissen und anderer Wohlstand. Gott hält nichts zurück – er verschenkt sich ganz. Weil er liebt – mich, dich.

Es löst bei mir Dankbarkeit, Freude, Demut und Liebe aus – meinem Gott gegenüber, der es so gut mit mir meint.

Wie in anderen Bibelstelle, die einem dann noch einfallen, auch erwähnt wird, kommt es nicht auf die Größe der Gabe an, sondern auf die Herzenshaltung. Jedem wie einem möglich ist. So braucht einer der viel hat nicht stolz sein, wenn er davon abgibt und ein Armer soll sich nicht schämen, weil er nur einen kleinen Beitrag leisten kann. Nach dem Nehmen kommt das Geben.

Und ich denke: Dieser Ratschlag von Tobit an seinen Sohn Tobias ist wertvoll. Es darf auch ein Ratschlag an mich sein. Hoffentlich bin ich auch freigiebig. Bete, dass ich die Bedürftigkeit der anderen nicht übersehe, vielleicht sogar spüren darf und dann mit ihnen teile was ich von Gott geschenkt bekommen habe – von Herzen, mit Verstand, als ein unauffälliges Geschenk und mit viel Großzügigkeit.

Ein jeder gebe, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. 2. Korinther 9,7

Christine Stern, cjb Kinderreferentin