Am 15. April gestalteten wir die Landeskonferenz der LKG mit – hier ein Bericht und Fotos von Christian Hertel, die im nächsten „blickpunkt LKG“ erscheinen:

Tradition in Bewegung

Diese Landeskonferenz sollte etwas Besonderes werden, denn der cjb feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Es ist der zweite Sonntag nach Ostern, und damit genau 50 Jahre her, dass die Landeskonferenz in der Konferenzhalle in Puschendorf zum ersten Mal stattfand. Und dabei reicht die Tradition der seit den 60er Jahren so genannten »Landeskonferenz« noch viel weiter zurück. Es ein Höhepunkt im Jahr, der lebendig und in Bewegung ist – kein »alter Hut«. Das wurde dieses Jahr durch die Beteiligung des cjb deutlich: eine frische Moderation, zeitgemäße Formate, die Band als Ergänzung zum Posaunenchor und die kurzweilige Art der Verkündigung von Andreas Boppart (Leiter von Campus für Christus Schweiz).

Gottesdienst am Vormittag

Der Vormittag sollte als Gottesdienst »etwas förmlicher« werden, so hatten es Lisa Köbler (Steindl) und Michael Caspari (Nürnberg) angekündigt. So teilte der Posaunenchor sich mit der Band die musikalische Gestaltung und ein Psalm – im Wechsel gebetet – half anzukommen.

Rückblick im Talk

»Welche Spuren hat der cjb im Leben einzelner Menschen hinterlassen?«, das war der Leitgedanke einer Gesprächsrunde auf der Couch. Dabei bekam der cjb einmal mehr das schöne Kompliment, dass er Menschen vermittelt: »Du bist angenommen und gehörst dazu – so, wie du bist.«

Frust im Theater

Prägend für den Vormittag war neben der Predigt ein kurzes Theaterstück. Ein Mensch macht in seinem Leben so manche Erfahrung, die ihm die Hoffnung »wegraspeln kann« wie die Küchenreibe eine Möhre. Das setzte der cjb Fürth eindrücklich in Szene. Und am Schluss wurden die hoffnungslosen Etiketten ersetzt durch ein „Gott liebt Dich“.

Hoffnung in der Verkündigung

Wir sind Beraubte, wenn Hoffnung eine Randerscheinung unseres Glaubens und Lebens ist. Denn es gilt, so Boppi: »Wenn Du für etwas keine Hoffnung mehr hast, wird da etwas sterben!« Biblisch gesehen ist sie eine mächtige Kraft. Dabei lassen wir uns leicht dazu verleiten, die Zukunft pessimistisch zu sehen und wenig Hoffnung für unsere Welt zu haben. Dabei gibt es eigentlich für Menschen, die Jesus kennen keinen Grund, sich den Schneid abkaufen zu lassen. Dass das aber doch hier und da geschieht, verglich Andreas Boppart bildhaft übertragen mit dem Bericht aus 2. Kön. 6 von einem der Prophetenjünger, der bei der Arbeit das Eisen seiner Axt – also »seine Schneid´« – verliert und von Elisa gefragt wird: »Wo ist es hingefallen?«. Dabei schafft unser Gott immer wieder mitten aus dem irdischen Chaos – wie bei der Schöpfung – Großartiges. Eine Einladung, der Hoffnungslosigkeit im eigenen Leben auf den Grund zu gehen und von Gottes Kraft her neue Hoffnung für das eigene Leben und für die Welt zu gewinnen.

Hoffnung für die Welt

Am Nachmittag weitete sich der Blick, weil diese Hoffnung uns und aller Welt gilt. Andreas Boppart ermutigte zu einem einladenden Lebensstil ermutigt. Ein Leben mit Jesus, in das wir andere Menschen Einblick gewähren, so wie Jesus, der von den Jüngern des Johannes gefragt wird, wo er wohnt. Er antwortet: »Kommt und seht!« Das setzt sich bei den Jüngern fort. Philippus lädt Nathanael mit den Worten ein »Komm und sieh!«, sich selbst ein Bild von Jesus zu machen.

Eine großartige Perspektive: Hoffnung, die uns als Nachfolger Jesu so bestimmt, dass andere Menschen darin Jesus entdecken können.“